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Essen für die Zukunft! Genuss und Klimaschutz auf dem Teller

24.03.2025

Knackiger Frühlingsalat, frisches Radieschengrün-Pesto mit schnellem Vollkornbrot, Gemüsepäckchen aus dem Ofen, ein würziger Krautkuchen und ein aromareiches Apfel-Trifle – all das klingt nicht nur gut, sondern ist gesund und klimafreundlich. Wer die Gerichte nachkochen möchte, wird hier fündig.

Die Rezepte wurden beim Klimakochkurs, den die Energieagentur Mitte März zusammen mit der Stadt Weinstadt angeboten hat, gemeinsam gekocht. Denn unsere Ernährung hat einen großen Einfluss auf das Klima: 15 % des CO2-Fußabdrucks in Deutschland entstehen ernährungsbedingt, über zwei Drittel gehen auf das Konto von tierischen Produkten. Besonders Fleisch verursacht hohe Emissionen, da für die Produktion enorme Mengen an Futtermitteln und Flächen benötigt werden. Zudem stoßen Rinder Methan aus, das 21-mal klimaschädlicher als CO2 ist. Pflanzliche Alternativen wie Tofu sind deutlich klimafreundlicher.

Essen, was Saison hat

Auch die Wahl der Lebensmittel spielt eine große Rolle: Regionale und saisonale Produkte sparen Emissionen, indem Transportwege und energieintensive Lagerung reduziert werden. Jedoch lohnt sich immer ein genauer Blick: So können importierte Äpfel aus Neuseeland im Frühjahr eine bessere CO2-Bilanz haben als heimische, die monatelang gekühlt wurden. Bio-Produkte verzichten auf synthetische Pestizide und Mineraldünger, doch ihr höherer Flächenbedarf kann die Klimabilanz je nach Produkt beeinflussen.

Energieeffizientes Kochen: Vorheizen oft nicht nötig

Neben der Herkunft ist auch die Zubereitung entscheidend. Energieeffiziente Geräte, das Vorkochen von Wasser oder auch das Nutzen von Vor- und Nachwärme sparen CO2. So gelingen die meisten Gerichte auch ohne das Vorheizen des Backofens. Nur bei speziellen Rezepten wie Biskuit, die von Anfang an eine hohe Temperatur zwingend erfordern, oder bei sehr kurzen Garzeiten ist das nötig. Auch kann der Backofen oft fünf bis zehn Minuten vor Ende der Garzeit ausgeschaltet werden. Die Einsparungen bei Energie und Kosten liegen bei bis zu 15 Prozent.

Beim gemeinsamen Kochen wurde deutlich: Jeder kann durch eine pflanzenbetonte, regionale und bewusste Ernährung sowie durch sorgsame Nutzung der Küchengeräte einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Perfektion ist nicht nötig, doch auch viele kleine Schritte haben eine große Wirkung. 

Wer an einem Klimakochkurs interessiert ist, wendet sich an Sabine Meurer von der Energieagentur (s.meurer [at] ea-rm.de; Tel.  07151 975173-11)

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